Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Erfolgreiche und engagierte Geschichtsforschung
Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist seit 40 Jahren ein fester Bestandteil des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums. Im Vordergrund des Wettbewerbs, der in geraden Jahren am 1. September startet und im Folgejahr am 28. Februar endet, steht, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Jg. 5-13) zu wechselnden Themen eigene Projekte entwickeln, an denen sie in einer Zeitspanne von sechs Monaten arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler gehen selbstständig in umliegenden Archiven und ggf. in den Unterlagen der eigenen Familie auf Spurensuche oder führen Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Die gefundenen Zeugnisse werden anschließend unter Einbezug von Forschungsliteratur ausgewertet und in schriftlichen bzw. kreativen Beiträgen (z.B. ein Spiel oder ein Film) festgehalten. In allen Phasen des Projektes werden die Schülerinnen und Schüler von Lehrerinnen und Lehrern unterstützt und begleitet. Der Wettbewerb fördert damit nicht nur historisches Wissen, sondern auch wichtige Kompetenzen wie selbstständiges Arbeiten, kritisches Denken und das Präsentieren von Ergebnissen – Fähigkeiten, die unsere Schülerinnen und Schüler weit über den Geschichtsunterricht hinausbegleiten.
Nachdem sich 1986 zum ersten Mal eine Gruppe mit Erfolg beteiligt hatte und sich das Interesse 1988 und 1990 auf zwei oder drei Gruppen beschränkte, nahm die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am LLG stetig zu. Bis heute haben 250 Gruppen mit insgesamt 466 Schülerinnen und Schülern (Stand 2025) an etlichen Wettbewerbsrunden teilgenommen. Dabei entstanden immer wieder beeindruckende Arbeiten, die zeigen, wie lebendig und relevant Geschichte sein kann. Seit 40 Jahren leistet der Wettbewerb in Gießen so einen maßgeblichen Beitrag zur lokalen bzw. regionalen Geschichtskultur, indem in Beiträgen verdrängte oder gar vergessene Ereignisse oder Personen ins Licht gerückt werden.
Die Erfolge blieben dabei nicht aus. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir seit 2007 durchgängig mit dem Preis „Landesbeste Schule Hessens“ ausgezeichnet wurden – eine Anerkennung für die hervorragenden Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler und das große Engagement unserer betreuenden Lehrkräfte. Diese Auszeichnung bestärkt uns, auch in Zukunft mit Neugier, Forschergeist und Teamarbeit an historischen Themen zu arbeiten.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Körber-Stiftung
Die Preisträgerinnen und Preisträger im Geschichtswettbewerb am LLG von 1986 – 2025
- Jenny Oesterle und Christine Stein (1997)
- Carolin Hofmann, Alexa Reinhardt und Julia Schmidt (2001)
- Antonius Albert Achtner (2015)
Artikel und Berichte über unsere Aktivitäten und Erfolge beim Geschichtswettbewerb

Wettbewerbsarbeit zu Lucie Jacobi an die Arbeitsstelle Holocaustliteratur übergeben

Bundespreisverleihung des Geschichtswettbewerbs in Schloss Bellevue





