Unsere Schule
Zahlen, Fakten und ein Blick in die Geschichte
Wir sind ein Gymnasium, das seinen Schülerinnen und Schüler neben den fachlichen Kompetenzen auch das eigenständige Arbeiten und das soziale Miteinander vermittelt. Es ist unser Ziel, sie in ihrer Entwicklung zu verantwortungsbewussten und toleranten sowie kritik- und teamfähigen Menschen zu unterstützen.
Raum für Entfaltung - Zeit für Bildung
Gemäß unserem Leitbild sollen unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer Schulzeit am LLG Gelegenheit erhalten, ihre Stärken zu entdecken, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und Orientierung für ihren weiteren Lebensweg zu bekommen. Dazu tragen wir mit einer breit angelegten Bildung bei, die unter Berücksichtigung der Individualität jedes Einzelnen den eigenen Horizont erweitert: Unter anderem bieten wir verschiedene Einstiegsprofile in der Klasse 5 an, wir sind Teil des MINT-EC, haben eine sehr engagierte Schülervertretung, ein breit angelegtes Beratungs- und Unterstützungsangebot, eine Begabten- und Begabungsförderung und noch vieles mehr. Seien Sie herzlich eingeladen, sich auf unserer Homepage über die vielfältigen Möglichkeiten unserer Schule zu informieren.
Im neunjährigen Lernprozess möchten wir die jungen Menschen so vorbereiten, dass sie sowohl ein ihren Neigungen entsprechendes Studium als auch eine berufliche Ausbildung erfolgreich absolvieren können. Hierbei legen wir Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Elternhaus, um unserer Verantwortung für jedes uns anvertraute Kind gerecht werden zu können.
Annette Pfannmüller, Schulleiterin des LLG
Schulform
- Gymnasium von Stufe 5 bis 13 (G9)
Mögliche Schulabschlüsse
- Am Ende der Stufe Q2 (Klasse 12): Schulischer Teil der Fachhochschulreife
- Am Ende der Stufe Q4 (Klasse 13): Allgemeine Hochschulreife nach erfolgreichem Ablegen der Abiturprüfungen
Klassen
- Sekundarstufe I (Klasse 5 - 10): Klassenstärke von 25 - 30 (in der Regel 5-zügig)
- Einführungsphase (Klasse 11): 5-6 - zügig (im Klassenverband)
- Qualifikationsphase (Klasse 12 und 13): ca. 16 Tutorengruppen nach gewählten Leistungskursen
Fremdsprachen
- Erste Fremdsprache Englisch (ab Klasse 5)
- Zweite Fremdsprache Französisch oder Latein (ab Klasse 7)
- Dritte Fremdsprache Französisch, Latein oder Spanisch
Unterrichtszeiten
- Erste und zweite Stunde von 07:45 Uhr bis 09:20 Uhr
- Dritte und vierte Stunde von 09:35 Uhr bis 11:10 Uhr
- Fünfte und sechte Stunde von 11:25 Uhr bis 12:55 Uhr
- Große Mittagspause von 12:55 Uhr bis 13:30 Uhr
- Siebte und achte Stunde von 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr
- Neunte und zehnte Stunde von 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr
- Elfte und zwölfte Stunde von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr
Raumplan
Fahrtenkonzept
Klassenfahrten stärken die Gemeinschaft und das soziale Miteinander. Gemeinsame Erlebnisse fernab des Klassenzimmers fördern das gegenseitige Vertrauen, die Rücksichtnahme und Kommunikationsfähigkeit - wichtige Grundlage für ein respektvolles und kooperatives Zusammenleben in der Schule und darüber hinaus. Kulturelle Entdeckungen, sportliche Herausforderungen oder naturwissenschaftliche Beobachtungen - außerschulisch Lernorte eröffnen immer wieder neue Perspektiven. Unser Fahrtenkonzept ist daher ein zenrtaler Baustein unserer pädagogischen Arbeit - für ein Lernen, das weit über den Klassenraum hinausgeht.
Klasse 5: Fahrt an die Nordsee
Klasse 7: Skilehrgang
Klasse 8: Fahrt mit zwei bis drei Übernachtungen
Klasse 10: Fahrt nach Berlin
Klasse 12: Tutorenfahrt ins Ausland
Berufs- und Studienorientierung
Perspektiven aufzeigen, wie es nach der Schule einmal weitergehen kann
Teilnahme am Girls- und Boys'Day in Klasse 8
Zweiwöchiges verflichtendes Betriebspraktikum in der 10. Klasse
Zweiwöchiges verflichtendes Berufspraktikum am Ende der Einführungsphase in der 11. Klasse
Freiwilliges Berufspraktikum in der Qualifikationsphase am Ende von Klasse 12
Regelmäßige Möglichkeit der Berufs- und Laufbahnberatung durch die Arbeitsagentur
Ausbildungsschule
Eine gute Ausbildung ist uns wichtig, nicht nur bei unseren Schülerinnen und Schülern
Ausbildung von 12 bis 15 Lehrkräften im Vorbereitungsdienst in enger Kooperation mit dem Studienseminar in Gießen
Regelmäßige Betreuung von Praktikantinnen und Praktikanten im Allgemeinen Schulpraktikum und im Praxissemester
Zur Geschichte des LLG

»Der preiswürdigste Stifter des Gießer Pädagogs war der Durchlauchtigste Fürst, Landgraff Ludwig der Vte, insgemein der jüngere genannt. Dieser vor die Aufnahme Seiner Staaten eifrigst besorgte Landes-Vater fassete bereits 1604 den gnädigsten Entschluß - eine eigene Academie und Gymnasium in Höchst Dero Landen anzulegen, führete auch solchen nach denen Wünschen sämtlicher Unterthanen im Jahre 1605 rühmlichst aus.«
So schreibt Johann Jacob Borck, erster Lehrer am Gießener Pädagog, in der »Historischen Anzeige von der ersten Stiftung des Gießer academischen Pädagogiums«, veröffentlicht im Schulprogramm von 1777.
Zwei Gründe waren es, die Landgraf Ludwig V. von Hessen- Darmstadt veranlassten, diese neue Bildungsstätte zu errichten: In Hessen hatte im Gefolge der Reformation Philipp der Großmütige 1527 die Universität Marburg gegründet, die erste von Anfang an protestantische Universität. Sie blieb auch nach Philipps Tod trotz der Teilung des Landes in vier Landgrafschaften mit dem dazugehörigen Pädagog die oberste Bildungsstätte für ganz Hessen. Die Verwaltung lag nach dem Testament Philipps in den Händen zweier Söhne, Ludwigs von Marburg und Wilhelms von Kassel. Als im Jahre 1604 Ludwig von Marburg ohne Erben starb, erhielt Moritz der Gelehrte 'von Kassel (1592-1627) die nördliche Hälfte des Gebietes mit Marburg selbst, die südliche mit Gießen fiel an Ludwig den Getreuen von Hessen-Darmstadt (1596-1626), der aber nun auch die Mitverwaltung der Universität Marburg beanspruchte. Obwohl Ludwig von Marburg in seinem Testament strikt verboten hatte, an den religiösen Einrichtungen in Kirche und Schule etwas zu ändern, war Moritz von Kassel bestrebt, seine calvinistischen Anschauungen durchzusetzen.
Durch Erlass der sogenannten »Verbesserungspunkte« machte er die Universität Marburg zu einer Hochburg des Calvinismus. So konnte es nicht ausbleiben, dass vier bedeutende lutherische Theologieprofessoren, Johann Winckelmann, Balthasar Mentzer, Heinrich Leuchter und Konrad Dieterich die Anerkennung dieser Punkte verweigerten und daraufhin am 22. Juli 1605 ihrer Ämter enthoben wurden. Der orthodox-lutherischen Geistlichkeit von Hessen-Darmstadt schien nun die Marburger Universität als Schule ihres Nachwuchses nicht mehr geeignet zu sein. Ihre Anregung, eine eigene hessen-darmstädtische lutherische Hochschule ins Leben zu rufen, griff Ludwig V. sofort auf. Bereits im August 1605 fand in Darmstadt eine Konferenz statt, an der auch drei der vier aus Marburg vertriebenen Theologen teilnahmen. Hier wurde der Beschluss gefasst, in Gießen, das Philipp der Großmütige zur Festung erhoben hatte, eine besondere Universität zu gründen. Ludwig konnte damit - und das war der zweite, politische Grund - seinen längst gehegten Plan verwirklichen und einen weiteren Schritt zur Selbständigkeit seines Landes tun.
Eine regelrechte Universität konnte er freilich nicht errichten; dazu gehörte ein kaiserliches Privilegium, das erst eingeholt werden musste. So gründete der Landgraf zunächst ein Gymnasium illustre, aus dem die Universität erwuchs, und ein Gymnasium trilingue, ein dreisprachiges Gymnasium classicum oder Pädagogium, das als Vorschule der künftigen Universität gedacht war; es ist der Vorläufer des heutigen Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums.



