LLG-Schülerteam schickt Wetterballon in die Stratosphäre

LLG-Schülerteam schickt Wetterballon in die Stratosphäre

Nach monatelanger Vorbereitung war es am Donnerstag, dem 17.09.2026, endlich so weit: Ein Team aus 12 Schülerinnen und Schülern der Klasse 10e des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums ließ unter Leitung der Projektbetreuer Martin Fritsch, Matthias Storck und Arne Henrich einen Wetterballon zu seiner Reise in die Stratosphäre aufsteigen.

Ziel des Projektes war es, zu erforschen, wie sich die Materialien durch die Bedingungen in der Stratosphäre verändern. Fragestellungen waren unter anderem, welcher Einfluss ein solcher Flug auf Hefekulturen hat und ob chininhaltige Getränke unter dem Einfluss der UV-Strahlung in der Stratosphäre zum Leuchten gebracht werden können.

 

Die Sensorbox mit der verbauten Technik

 

Das Innenteam präsentiert den Aufbau der Sensorbox und die Experimente: Marla Bietz, Leni Spitznagel, Junias Hartnack, Enes Acer, Paul Reich, Lukas Müller (v.l.n.r.)

 

Ingo von Gerlach aus der Hessischen Staatskanzlei lässt sich die Technik in der Sensorbox noch einmal ausführlich von dem Innenteam erklären

 

 

Leo aus der Staatskanzlei ist hautnah mit dabei darf auch mitfliegen

 

Etliche Gäste waren zugegen, als der mit Helium gefüllte Ballon auf dem Hellas-Sportplatz in die Lüfte startete, unter anderem Judith Lehnert, Leiterin des Staatlichen Schulamtes, und Melanie Meuser vom Regionalmanagement Mittelhessen. Insbesondere Ingo von Gerlach von der Hessischen Staatskanzlei sowie Nadia Thurow und Dominik Weng vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen verfolgten das Geschehen aufmerksam. Beide Behörden hatten das Projekt erst ermöglicht und auch einen kleinen Passagier für den Flug mitgebracht: Plüschlöwe Leo aus der Staatskanzlei wurde am Wetterballon befestigt und durfte mitfliegen. Während des etwa vierstündigen Fluges in östlicher Richtung stieg der Ballon auf über 37 km Höhe, platzte dort und ging langsam an einem Fallschirm in einen Sinkflug über.

 

 

Das Außenteam bei der Vorbereitung - die Befüllung des Heliumballons

 

Letzte Vorbereitungen vor dem Start: Martha Grage, Paul Reich, Emilia Dern, Marla Bietz, Mio Hasenecker und Arne Henrich (v.l.n.r.)

 

Und los geht es! Unser Wetterballon ist erfolgreich abgehoben

 

Die komplette Team des Projekts: Martha Grage, Emma Klimas, Arne Henrich, Emilia Dern, Leni Spitznagel, Junias Hartnack, Enes Acer, Lukas Müller, Maximilian Berger, Mio Hasenecker, Julian Cebulla, Marla Bietz, Matthias Storck, Martin Fritsch, Paul Reich (v.l.n.r.)

 

Etwas schwieriger gestaltete sich die Bergung der Box, war doch der Wetterballon Stunden später ausgerechnet auf einem militärischen Übungsgelände in der Rhön gelandet. Nach Kontaktaufnahme mit der Kaserne und Weitergabe der genauen GPS-Daten wurde die Box auf dem großen Übungsgelände wohlbehalten von Soldaten geborgen – sogar Leon hatte den Flug gut überstanden. Das ganze Team freute sich sehr über die beeindruckenden Fotos der Erde sowie der blauen Atmosphäre, die während des Fluges von der Ballonkamera aufgenommen worden waren.

Nun kann die nächste Phase des Projektes starten: Die gesammelten Daten werden ausgewertet und die Experimente mit den durch die Stratosphäre gereisten Materialien durchgeführt.

 

Die Flugroute unseres Wetterballons mit einigen Messdaten

 

Entgegennahme der gelandeten Sensorbox bei der Bundeswehr in der Rhön-Kaserne