„Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte“ – so lautete der Titel des Geschichtswettbewerbs 2024/25, an dem sich insgesamt 30 Schülerinnen und Schüler des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums beteiligten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erforschten dabei u.a. mithilfe von Dokumenten aus Archiven und/oder Zeitzeugeninterviews das Ziehen, Überschreiten und Durchbrechen moralischer, gesellschaftlicher, politischer sowie geographischer Grenzen in der Vergangenheit. Insgesamt entstanden 19 beeindruckende Wettbewerbsbeiträge, die angefangen von schriftlichen Arbeiten bis hin zu kreativen Beiträgen in Form eines Audiowalkes sowie eines Dokumentarfilmes reichen:
Engagierte Geschichtsforschung: Unsere Schule beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist seit 40 Jahren ein fester Bestandteil des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums. Im Vordergrund des Wettbewerbs, der in geraden Jahren am 1. September startet und im Folgejahr am 28. Februar endet, steht, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Jg. 5-13) zu wechselnden Themen eigene Projekte entwickeln, an denen sie in einer Zeitspanne von sechs Monaten arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler gehen selbstständig in umliegenden Archiven und ggf. in den Unterlagen der eigenen Familie auf Spurensuche oder führen Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Die gefundenen Zeugnisse werden anschließend unter Einbezug von Forschungsliteratur ausgewertet und in schriftlichen bzw. kreativen Beiträgen (z.B. ein Spiel oder ein Film) festgehalten. In allen Phasen des Projektes werden die Schülerinnen und Schüler von Lehrerinnen und Lehrern unterstützt und begleitet. Der Wettbewerb fördert damit nicht nur historisches Wissen, sondern auch wichtige Kompetenzen wie selbstständiges Arbeiten, kritisches Denken und das Präsentieren von Ergebnissen – Fähigkeiten, die unsere Schülerinnen und Schüler weit über den Geschichtsunterricht hinausbegleiten.
Nachdem sich 1986 zum ersten Mal eine Gruppe mit Erfolg beteiligt hatte und sich das Interesse 1988 und 1990 auf zwei oder drei Gruppen beschränkte, nahm die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am LLG stetig zu. Bis heute haben 250 Gruppen mit insgesamt 466 Schülerinnen und Schülern (Stand 2025) an etlichen Wettbewerbsrunden teilgenommen. Dabei entstanden immer wieder beeindruckende Arbeiten, die zeigen, wie lebendig und relevant Geschichte sein kann. Seit 40 Jahren leistet der Wettbewerb in Gießen so einen maßgeblichen Beitrag zur lokalen bzw. regionalen Geschichtskultur, indem in Beiträgen verdrängte oder gar vergessene Ereignisse oder Personen ins Licht gerückt werden.
Die Erfolge blieben dabei nicht aus. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir seit 2007 durchgängig mit dem Preis „Landesbeste Schule Hessens“ ausgezeichnet wurden – eine Anerkennung für die hervorragenden Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler und das große Engagement unserer betreuenden Lehrkräfte. Diese Auszeichnung bestärkt uns, auch in Zukunft mit Neugier, Forschergeist und Teamarbeit an historischen Themen zu arbeiten.
Ansprechpersonen:
Dr. Steffen Boßhammer -
Christoph Geibel -

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Körber-Stiftung
Liste unserer Preisträgerinnen und Preisträger des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Weitere Beiträge und Artikel unserer Schule zur Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten:
Vom 23.9-27.9. durften wir, Luis Wagner und Jan Löschen aus der Q1, am diesjährigen Geschichtscamp mit dem Überthema „Alles mit dem Volk, alles für das Volk, alles durch das Volk?!“ teilnehmen.
Die erfolgreiche Teilnahme am letztjährigen Geschichtswettbewerb ermöglichte uns die Teilnahme und so machten wir uns montagfrüh auf nach Dresden, die Landeshauptstadt Sachsens.
Sofort waren wir von der unglaublichen Architektur beeindruckt und auch die eingestürzte Carola-Brücke besichtigten wir.
Am späten Nachmittag kamen wir dann zu unserer Unterkunft, die Schiffsherberge Pöppelmann, und trafen auf die anderen Teilnehmer aus vielen verschiedenen Bundesländern.
Einen Großteil der Woche verbrachten wir in unseren Workshops und behandelten so die Themen „Liebe in der DDR“ und „Das Wohnungsbauprogramm in der DDR“, aber wir durften auch viele Vorträge und Zeitzeugen über z.B. Fluchtversuche und die Revolution 1989 hören. Des Weiteren wurde uns Zugang zu verschiedenen Stasi-Akten ermöglicht, und wir konnten einen Blick hinter die Kulissen der ehemaligen Staatssicherheitsorganisation werfen.
Eine abschließende Präsentation unserer Workshop-Ergebnisse rundete die Woche ab.
Schlussendlich hatten wir beim Geschichtscamp viel Spaß und konnten einiges über das Leben in der DDR lernen.