LLG-Schülerinnen des Bio-LKs Q2 beim Gentechnik-Workshop des Schülerforschungszentrums Mittelhessens

LLG-Schülerinnen des Bio-LKs Q2 beim Gentechnik-Workshop des Schülerforschungszentrums Mittelhessens

Zwei Tage als Genforscher - unser Erfahrung im Gentechnik-Workshop von Finia Höcher rund Johanna Schumann, März 26

 Wie fühlt es sich an, selbst im Labor zu stehen und mit echter Gentechnik zu arbeiten? Genau das konnten wir in einem zweitägigen Workshop erleben - und dabei sogar unser eigenes fluoreszierendes Protein herstellen. Am ersten Tag haben wir mit Bakterien gearbeitet und ihnen ein neues „Bauprogramm“ eingebaut: die DNA für das Protein mCherry, das später unter bestimmten Bedingungen pink leuchtet. Dafür wurde das entsprechende Gen in ein Plasmid eingesetzt, das die Bakterien aufnehmen konnten. Anschließend haben wir unsere eigene Bakterienkolonie gezüchtet. Parallel dazu haben wir mit einer bereits vorbereiteten Kolonie begonnen, das Protein produzieren zu lassen. Damit die Bakterien genug Energie für die Herstellung hatten, bekamen sie eine spezielle Nährlösung. So konnten sie genügend ATP bilden - quasi den „Treibstoff“ für die Produktion des Proteins. Am zweiten Tag wurde es dann besonders spannend: Wir haben das hergestellte Protein aus den Bakterien gewonnen, aufgereinigt und schließlich abgefüllt. Es war beeindruckend zu sehen, wie aus einem unsichtbaren genetischen Bauplan ein tatsächlich nachweisbares Produkt entsteht. Der Workshop hat uns nicht nur einen Einblick in die praktische Arbeit im Labor gegeben, sondern auch gezeigt, wie Gentechnik in der Forschung eingesetzt wird. Für uns war es eine spannende Erfahrung, selbst einmal in die Rolle von Wissenschaftlern zu schlüpfen - und vielleicht war das ja für einige schon ein erster Schritt in Richtung Zukunft im Labor.

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